Verein

 

  Schützenverein Hammah
und Umgegend e.V.
gegr. 1928

Der vor 70 Jahren von neun Bürgern der Gemeinde Hammah gegründete Schützenverein gehört zu den Vereinigungen des Schützenwesens im Kreis Stade, deren Geschichte wie die vieler anderer durch Krieg schmerzlich unterbrochen wurde. Ein Jahr nach der Gründung proklamierten die Hammaher Schützen Hinrich Augustin zu ihrem ersten König. Erst fünf Jahre nach dem Zusammenbruch, im Jahre 1950, gelang es einigen Freunden des Schießsports, den Verein wiederzugründen. Er ist seither auf über 250 Mitglieder angewachsen, die in der Gemeinde selbst und in den Nachbargemeinden wohnen. Außer den 168 Herren zählt der Schützenverein Hammah 72 Schützendamen sowie 13 männliche und weibliche Junioren und ebenfalls 13 Jugendliche, Schülerinnen und Schüler zu seinen Mitgliedern.

Der Verein hat 31 Sportschützen gemeldet, davon sind fünf Jugendliche. Weitere 43 Schützenschwestern mit ebenfalls fünf Jugendlichen sind aktive Sportschützen. Hammah schießt seit 1966 in der Winterrunde sowie bei Bezirksmeisterschaften, in Jugendrunden seit etwa 1972 und seit langer Zeit auf in der Kleinkaliber-Sommerrunde.
Fünf Schützenschwestern verwirklichten im Jahre 1966 die Idee, in Hammah eine eigene Damenabteilung zu gründen. Diese ist inzwischen über 70 Vollmitglieder stark und beteiligt sich seit 1968 an der Winterrunde, seit 1974 an der Sommerrunde und seit 1975 an Meisterschaften auf Bezirksebene.

30 Mitglieder bilden in Hammah den Gesamtvorstand. 20 Schützenbrüder und -schwestern gehören dem erweiterten und zehn dem engeren Vorstand an.
Ein aus drei Mitgliedern bestehender geschäftsführender Vorstand mit Präsident Fritz-Hinrich Mayer seit 1998 in Nachfolge von Dennis Krai an der Spitze lenkt die Geschicke des Vereins.
Schützen und Schützinnen zahlen in Hammah einen Jahresbeitrag in gleicher Höhe, Jugendliche die Hälfte der Erwachsenen und Kinder fünf Mark. Eine Ermäßigung für Familien ist nicht vorgesehen. Beim Schützenfest wird von allen Teilnehmern eine Königsumlage erhoben, ebenso bei festlichen Veranstaltungen.

Mit Erreichen des 65. Lebensjahres können Ehrenmitglieder ernannt werden, ebenso natürlich bei besonderen Verdiensten um den Verein, wenn es die Mitgliederversammlung so beschließt.
Eigene Schießanlagen errichteten die Hammaher Schützen 1982/83 und 1984/85, als sie zunächst einen Luftgewehrstand bauten und zwei Jahre später den Wunsch nach einem Kleinkaliberstand verwirklichten. Der Schießstand ist in die Dorfgemeinschaftsanlage "Landhaus Hammah" integriert und verfügt über zwölf Bahnen für Luftgewehr und sechs Bahnen für Kleinkaliber 50 Meter.

Geschossen werden die Disziplinen Dreistellungskampf und 60 Schuß-Liegend. Für Aufsicht und Training sind vier Schießsportleiter mit Ausweis, einer Trainer C und ein Kampfrichter mit gültiger Lizenz ausgebildet. Hammah hat neun vereinseigene Luft- und sechs KK-Gewehre sowie zwei Pistolen.

Beide Schießstände haben eigene Aufenthaltsräume mit 14 Sitzplätzen. Sanitäre Einrichtungen stehen im Landhaus zur Verfügung. Der Ausschank liegt in Händen des Vereinswirtes im Vereinslokal.
Beim jährlichem Schützenfest in der zweiten Mai-Hälfte proklamiert der Verein seinen neuen König, dem als Königin die Ehefrau oder Lebensgefährtin zur Seite gegeben wird, einen Besten Mann und ein Beste Dame, den Jungschützenkönig und die Jungschützenkönigin sowie das Kinderkönigspaar. Außerdem gibt es einen Besten Wehrmann und jeweils zwei Adjutanten für jeden König und jede Beste Dame. Auch die Würdenträger der Jungschützen werden von Adjutanten begleitet.

Neben dem Schützenfest werden öffentliche Pokal-, Familien- und Vereinsschießen und zum Ende der Saison ein vereinsinternes Herbstschießen veranstaltet. Festliche Ereignisse im Schützenjahr sind im Februar der Königsball und ein Herbstvergnügen.

(Quelle: Schützentradition im Kreis Stade, Brauchtum und Schießsport, November 1998)